14" SC-Teleskop

Das Herzstück der Max-Koch-Sternwarte ist ein mittlerweile mehrfach modifiziertes 14" SC-Teleskop mit Gabelmontierung und einer Brennweite von 3550 mm (35,5 cm Spiegelteleskop vom Typ Schmidt-Cassegrain / LX200GPS des Herstellers Meade).

Das Teleskop befindet sich seit 2005 in unserer Sternwartenkuppel von 3,20 m Durchmesser und ersetzte den bis dahin dort untergebrachten 6"-Refraktor der Sternwarte. Das Teleskop steht allen Mitgliedern der Sternwarte für astronomische Beobachtungen und die Astrofotografie zur Verfügung und wird an Vortragsabenden natürlich auch als Hauptgerät für die gemeinsame Beobachtung mit unseren Gästen genutzt. Neben der manuellen Steuerung ist auch eine vollautomatische Computersteuerung des Teleskops möglich, was das Aufsuchen sehr lichtschwacher Objekte deutlich vereinfacht.




 

Das SC-Teleskop auf einer Eigenbau-Polhöhenwiege

Seit der Inbetriebnahme des neuen Teleskops im Sommer 2005 hat es bereits mehrfach Anpassungen an der Mechanik und der Elektronik des Geräts gegeben, die leider nicht immer freiwillig und ohne größere Schwierigkeiten zu bewerkstelligen waren.

Die erste Veränderung war eine Stabilisierung der Stahlbetonsäule auf der das Gerät montiert ist. Durch eine Vergrößerung der Auflagefläche, das Entfernen von Kontaktstellen mit dem Holzfußboden des Kuppelraums und dem Einsatz einer optimierten Selbstbau-Polhöhenwiege im Jahr 2007, konnte die mechanische Stabilität deutlich verbessert werden.

Nach etwa zwei Jahren nur kleinerer Anpassungen kam es dann im Winter 2009 leider zu einem größeren Schaden am Gerät, für den eine komplette Umrüstung notwendig wurde. Durch den Komplettausfall des Deklinationsmotors in der Gabelmontierung war das Teleskop für fast ein Jahr, bis zum Herbst 2010, nur manuell und ohne automatische Nachführung einsetzbar.




 

Frontansicht des 14"-Teleskops

Da der Motor auf Grund einer Überlast irreparabel beschädigt worden war, hatte die nicht sehr einfache Beschaffung und der Einbau eines Ersatzmotors in dieser Zeit höchste Priorität. Da das Teleskop für den Austausch des Motors fast komplett zerlegt werden musste und auch der mechanische und elektrische Aufbau des Teleskops nicht optimal war, dachten wir zu dieser Zeit auch an einen kompletten Austausch der Steuerung durch einen Eigenbau, um das Gerät möglichst schnell wieder einsatzbereit zu bekommen. Da ein kompletter Austausch aller Steuerungskomponenten aber noch viel aufwändiger geworden wäre entschieden wir uns für die Verbesserung aller vorhandenen Komponenten der Montierung und Steuerung.




 

Die umgebaute Teleskopsteuerung

Zum einen ersetzten wir in Eigenleistung alle mechanischen Antriebsteile aus Kunststoff durch Teile aus Edelstahl und zum anderen wurde die gesamte Steuerelektronik zum Schutz vor Feuchtigkeit in einem externen Gehäuse verbaut und die in der Montierung befindlichen, ungeschirmten, Steuerleitungen, durch hochwertige Leitungen ersetzt.

Durch diese externe Lösung kann die gesamte Steuerung nun immer in einer stabilen Umgebung gelagert werden und wird nur bei Bedarf an das Teleskop angeschlossen. Bei diesem Umbau wurden auch alle Bestandteile des Batteriebetriebs entfernt, da ein so großes Gerät nur sinnvoll über eine stabile und ausreichende Stromversorgung per Netzteil betrieben werden kann. Für die Stromversorgung steht uns seitdem deshalb ein 40 Ampere Labornetzteil zur Verfügung über das wir ohne Schwierigkeiten auch noch unser weiteres 12 Volt-Zubehör und Astrokameras betreiben können.

Seit dem Umbau läuft das Teleskop im Betrieb nun äußerst ruhig und es gab glücklicherweise keine größeren Probleme mehr, so dass wir uns in den nächsten Monaten ungestört mit dem Anbau einer Nachführkamera für die Astrofotografie und natürlich der Beobachtung beschäftigen können.




 

Neuer Frontanschluss des umgebauten Teleskops